Akupunktur

Wie wirkt Akupunktur?

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beschreibt zwei entgegengerichtete, sich aber zeitgleich auch ergänzende Kräfte, Yin und Yang, die in einem gesunden Körper in einem harmonischen Gleichgewicht vorliegen. Eine Störung dieses Gleichgewichtes äußert sich gemäß TCM als Krankheit. Die Anwendung der Akupunktur führt zu einer Harmonisierung von Yin und Yang und somit zur Heilung. Durch diese Harmonisierung werden die Selbstheilungskräfte im Körper angeregt.

„Akupunktur heilt, was gestört ist. Akupunktur heilt nicht, was zerstört ist!“
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. H.F.Herget

Die Akupunktur kann bei einer Vielzahl von Störungen allein oder in Kombination mit anderen Therapieverfahren angewendet werden. Die Grenzen der Akupunktur liegen dort, wo bereits bleibende Gewebsschäden aufgetreten sind.
Die Meridian- bzw. klassische Ganzkörper-Akupunktur wird durch weitere Akupunktur-Sonderformen ergänzt, die auf der Erkenntnis beruhen, dass der Organismus mit der Vielzahl seiner Funktionen und Organe auf umgrenzte Körperpartien projiziert und quasi kartographisch dargestellt wird.
Das Phänomen solcher Projektionsfelder, von denen aus diagnostische Rückschlüsse und therapeutische Einwirkungen auf innere Funktionen möglich sind, wird als Somatopie bezeichnet. Die Vielzahl der bisher ermittelten Somatopien (auch Mikrosysteme genannt),  dass hier ein wesentliches Prinzip der biologischen Organisation und Ordnung sichtbar wird: die Wiederspiegelung und Präsenz des Ganzen in jedem seiner Teile.

Somatotop-Behandlung

Was sind Somatotope?
Der Begriff „Somatotop“ (gr. Soma=Körper; topos=Ort) leitet sich aus der Neuroanatomie ab. Als Somatotop bezeichnet man die Abbildung eines Körpers auf einem Teil von sich selbst. Das Phänomen somatotopischer Projektionssysteme ist eine relativ neue, westliche Entdeckung. Sie geht zurück auf eine Entschlüsselung der Ohrkartografie durch den französischen Arzt Paul Nogier im Jahr 1950. Auch die somatotopen Akupunkturpunkte sind topograpisch reproduzierbar und äußerst reaktiv. Im Gegensatz zu den Körpermeridianpunkten der TCM sind sie aber immer nur dann nachweisbar, wenn ein pathologischer Reiz existiert und dadurch die Sensibilität der Punkte auf Berührung steigt.

Bekannte Somatotope auf der Körperoberfläche sind zum Beispiel die Fußsohle, die Ohrmuschel, Mund, Nase, Schädel und auf dem Bauch. Störungen in bestimmten Bereichen des Körpers, können sich als empfindliche Areale oder Punkte auf diesen Somatotopen darstellen. Über diese Punkte ist umgekehrt eine Behandlung der korrespondierenden Körperareale möglich.
In ihrem diagnostischen wie therapeutischen Zugang kommen solche Mikroakupunktursyteme (MAPS) dem westlichen Verständnis weit mehr entgegen als die TCM. Doch stehen MAPS-Therapie und Körperakupunktur keineswegs in Konkurrenz zueinander, sondern sie ergänzen sich oft auf optimale Weise.

– Neue Schädelakupunktur nach Yamamoto

Bei der Schädelakupunktur werden empfindliche Punkte am Kopf genadelt. Diese Akupunktur kann alleine oder in Kombination mit anderen Akupunkturformen angewendet werden.
Die neue Schädelakupunktur nach Yamamoto  wurde in den sechziger Jahren von dem japanischen Arzt Toshikazu Yamamoto entwickelt und im Verlauf weiterer zwanzig Jahre systematisiert und vervollkommnet. Es gelingt so sehr gut, die westliche Medizin und Akupunktur miteinander zu verbinden.
Die seit zehn Jahren stattfindende Verbreitung und Anerkennung hat ihren Schwerpunkt in Deutschland und ist von der Verbreitung her der Ohrakupunktur gleich zusetzen.
Besonders gut lassen sich zum Beispiel akute und chronische Schmerzsyndrome des Bewegungsapparates wie Lumbago, Lumboischialgie und HWS-Syndrom oder auch funktionell reversible Störungen wie Migräne behandelt werden.

– Ohrakupunktur

Bei der Ohrakupunktur werden empfindliche Punkte auf der Ohrmuschel genadelt. Die Ohrakupunktur kann entweder alleine oder in Kombination mit der Körperakupunktur bzw. Schädelakupunktur angewendet werden

– Mundakupunktur nach J.Gleditsch

Die Entdeckung und Entschlüsselung der Wechselbeziehungen von Zähnen und Kieferbereichen zum Organismus geht auf Voll und Kramer zurück (Bild Odontontabelle). Sie hat sich seit dem Beginn der siebziger Jahre als wirksame Therapie durchgesetzt.

Dank der Messmöglichkeiten mittels Elektroakupunktur gelang es ihnen in den sechziger Jahren, die Beziehungen zwischen einzelnen Kieferabschnitten und den Meridianen der Akupunktur zu bestimmen. Sie beobachteten beim Behandeln von Zähnen, dass, je nach Zahn bzw. Zahngruppe, elektrisch messbare Veränderungen an bestimmten Hauptpunkten der TCM auftraten. Diese Veränderungen des Hautpotentials waren zwar nur zeitlich begrenzt, aber reproduzierbar, wenn jeweils gleiche Zähne behandelt wurden.
Die Gesamtheit der Mundakupunktur-Punkte ergibt ein Funktionsbild des Organismus auf einem klar umschriebenen Teilbereich, mit der Besonderheit, dass an den Mundpunkten nicht nur einzelne Meridiane, sondern ein Yin-Yang-Paar gekoppelt ist. Auf diese Weise sind im Mund die „Fünf Elemente“, die in der TCM als Regel- bzw. Funktionskreise des Organismus interpretiert werden, therapeutisch zugänglich.
Eine Schlüsselrolle spielt hierbei das Gebiet hinter den letzten großen Backenzähnen, das sogenannte 9er-Areal. Im Oberkieferbereich bestehen dort z.B. direkte Wechselwirkungen zu den Schleimhäuten generell, der Kaumuskultur, Kopfschmerzsymptomen, Funktionsstörungen im Schulter- und Ellenbogenbereich sowie im Dick- und Dünndarm. Im Unterkieferbereich bestehen nach J. Gleditsch Verbindungen zur Hals- und Lendenwirbelsäule, dem Ileosakralgelenk und dem Kiefergelenk. Werden in diesen Mundbereichen die somatotopen Punkte stimuliert, seien die häufig auftretenden muskulären Schmerzsyndrome innerhalb der beschriebenen Korrespondenzgebiete erfolgreich zu behandeln.
Einen besonderen Stellenwert erhalten durch diese Phänomene die Weisheitszähne. Zahnfleischkapuzen, Parodontaltaschen, schwer entfernbare Beläge, Druck- und Spannungszustände durch Verlagerungen und Vieles mehr seien nur einige Beispiele, die das sensible 9er-Areal laut Gleditsch zu einem ständigen Irritationsgebiet für den gesamten Organismus machen können.
Das heißt allerdings nicht, dass Weisheitszähne generell entfernt gehören, jedoch sollte dieser Bereich stets sehr genau untersucht werden.

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